Erster GameTreff am Gymnasium Heide-Ost

von Iris Duve

Eltern probieren aus, was ihre Kinder an Computerspielen fasziniert

 

Hilfe, mein Kind spielt zu viel am Computer. Ist das gefährlich? Muss ich einschreiten? Was fasziniert mein Kind an diesen Computerspielen? Welche Computerspiele gibt es auf dem Markt? Welche sind gefährlich? Welche sind empfehlenswert?

 

Solche oder ähnliche Fragen konnten auf unserem letzten Schulmedientag, durchgeführt vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein, im Mai 2018 nicht bis ins Detail geklärt werden. Daher reifte bei den Eltern der Wunsch nach einem GameTreff, auf dem sie einmal selbst ausprobieren konnten, was ihre Kinder so fasziniert. Am 6. 11. 2018 war es dann endlich soweit, die Schulsozialarbeit und die Orientierungsstufenleitung des Gymnasiums Heide-Ost hatten erneut den Offenen Kanal Schleswig-Holstein eingeladen, der mit den interessierten Eltern diesen Game-Treff durchführte.

 

Nach einer kurzen Einführung in dieses hochinteressante Thema ging es auch gleich ans Spielen: Computerspiele wie Minecraft, Super Hexagon, FiFa 18, Counter Strike, League of Legends, Fortnite, Clash Royale, Space Pirate Trainer konnten von den Eltern unter der Anleitung von Henning Fietze und Johannes Karstens vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein ausprobiert werden. Gespielt wurde am Computer, an der PS4 und mit VR-Brillen. Auf diese Art und Weise lernten die Eltern die Spiele kennen und bekamen einen Eindruck davon, was ihre Kinder an diesen Spielen fasziniert.

Erläutert wurden auch die Altersbeschränkungen (FSK/USK) für diese Spiele und diverse Strategien, mit denen die Spiele die Kinder und Jugendlichen in ihren Bann ziehen. Dabei geht es um Belohnung, das Abtauchen in andere Welten, Erfolgserlebnisse.

Auch auf die finanzielle Gefahr dieser Spiele verwiesen die beiden Referenten. Neue Features, Stärken oder Vorteile der Charaktere können sich die Kinder erspielen oder käuflich erwerben. Zudem erfuhren die Eltern, dass die Spiele nicht zwingend auf den Spielgeräten installiert sein müssen, damit die Kinder Zugriff darauf haben. Kanäle wie youtube und twitch ermöglichen es den Kindern, diese Spiele zu verfolgen.

 

Die positive Resonanz bei den Eltern gab den Veranstaltern recht. Durch das Ausprobieren der Spiele kamen sie der Welt ihrer Kinder ein Stück näher und konnten nachvollziehen, warum die Spiele ihre Kinder in ihren Bann ziehen.

Wie ist damit umzugehen? Klare Regeln, Zeitbeschränkungen und die Einhaltung der Altersbeschränkungen könnten dafür sorgen, die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie auch ein Stück weit zu schützen. Letztendlich liegt die Verantwortung bei den Eltern. Informationen zum Umgang mit Computerspielen finden Eltern auf www.spielbar.de.

 

 

Iris Duve

Annett Helmcke

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